Pressemitteilungen des Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe

Bundesverfassungsgericht Newsfeed

10. Dezember 2018 | Mündliche Verhandlung in Sachen „Sanktionen im SGB II“ am Dienstag, 15. Januar 2019, um 10.00 Uhr (Mon, 10 Dec 2018)
Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts verhandelt am  Dienstag, 15. Januar 2019, um 10.00 Uhr, im Sitzungssaal des Bundesverfassungsgerichts, Schlossbezirk 3, 76131 Karlsruhe über eine Vorlage des Sozialgerichts Gotha. Gegenstand sind die „Sanktionen“, die der Gesetzgeber im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) geregelt hat. In den §§ 31, 31a, 31b SGB II sind Mitwirkungspflichten von Leistungsberechtigten normiert, bei deren Verletzung das Arbeitslosengeld II in gestufter Höhe über einen starren Zeitraum von jeweils drei Monaten gemindert wird. Das Sozialgericht Gotha hält diese Vorschriften für verfassungswidrig. Durch die Kürzungen des Arbeitslosengelds II werde in das Recht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum aus Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG) eingegriffen. Der Gesetzgeber habe das Existenzminimum mit der Entscheidung über die Höhe des Regelbedarfs fixiert; dies dürfe nicht unterschritten werden. Im Fall einer Leistungskürzung werde der Bedarf nicht gedeckt, obwohl er sich tatsächlich nicht geändert habe. Damit verletze der Gesetzgeber das Gebot, eine menschenwürdige Existenz jederzeit realistisch zu sichern.
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7. Dezember 2018 | Eine Verfassungsbeschwerde kann bislang nicht per De-Mail eingereicht werden (Fri, 07 Dec 2018)
Die 4. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts hat mit dem heute veröffentlichten Beschluss eine Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, die per De-Mail eingereicht wurde. Diese genügt nicht dem Schriftformerfordernis des § 23 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG, der verlangt, dass ein körperliches Schriftstück eingehen muss.
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30. November 2018 | Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof scheidet aus dem Amt (Fri, 30 Nov 2018)
Am 30. November 2018 wird der Bundespräsident Herrn Vizepräsidenten des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof die Urkunde über den Eintritt in den Ruhestand aushändigen. Er scheidet mit dem Erreichen der Altersgrenze nach rund 10-jähriger Amtszeit aus dem Amt.
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28. November 2018 | Absenkung der Eingangsbesoldung in Baden-Württemberg verfassungswidrig (Wed, 28 Nov 2018)
Der Zweite Senat hat mit heute veröffentlichtem Beschluss eine baden-württembergische Besoldungsregelung für nichtig erklärt, die eine Absenkung der Beamten- und Richtergehälter für die ersten drei Jahre des Dienstverhältnisses in bestimmten Besoldungsgruppen vorsah. Zur Begründung hat der Senat angeführt, dass Beamte nicht dazu verpflichtet sind, stärker als andere zur Konsolidierung öffentlicher Haushalte beizutragen. Eine Einschränkung des Grundsatzes der amtsangemessenen Alimentierung aus rein finanziellen Gründen kommt zur Bewältigung von Ausnahmesituationen nur in Betracht, wenn die Maßnahme Teil eines schlüssigen und umfassenden Konzepts der Haushaltskonsolidierung ist. Das notwendige Sparvolumen ist dabei gleichheitsgerecht zu erwirtschaften. Die Festlegung der Besoldungshöhe durch den Gesetzgeber ist zudem an die Einhaltung prozeduraler Anforderungen geknüpft. Trifft der Gesetzgeber zur Reduzierung der Staatsausgaben mehrere Maßnahmen in engem zeitlichem Zusammenhang, hat er sich mit den Gesamtwirkungen für die Beamtinnen und Beamten auseinanderzusetzen.
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23. November 2018 | Zur Begrenzung gerichtlicher Kontrolle durch den Erkenntnisstand der Fachwissenschaft (Fri, 23 Nov 2018)
Stößt die gerichtliche Kontrolle nach weitestmöglicher Aufklärung an die Grenze des Erkenntnisstandes naturschutzfachlicher Wissenschaft und Praxis, zwingt Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG das Gericht nicht zu weiteren Ermittlungen, sondern erlaubt ihm, seiner Entscheidung insoweit die plausible Einschätzung der Behörde zu der fachlichen Frage zugrunde zu legen. Diese Einschränkung der Kontrolle folgt hier - anders als bei der Konkretisierung unbestimmter Rechtsbegriffe - nicht aus einer der Verwaltung eingeräumten Einschätzungsprärogative und bedarf nicht eigens gesetzlicher Ermächtigung. Auf dieser Grundlage hat der Erste Senat mit heute veröffentlichtem Beschluss zwei Verfassungsbeschwerden von Windkraftunternehmen als unzulässig verworfen. Dabei hat er aber auch klargestellt, dass der Gesetzgeber in grundrechtsrelevanten Bereichen Verwaltung und Gerichten nicht ohne weitere Maßgaben auf Dauer Entscheidungen in einem fachwissenschaftlichen „Erkenntnisvakuum“ übertragen darf. Vielmehr muss er jedenfalls auf längere Sicht für eine zumindest untergesetzliche Maßstabsbildung sorgen.
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16. November 2018 | Kranzniederlegung für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am Volkstrauertag (Fri, 16 Nov 2018)
Mit einer Kranzniederlegung in der Neuen Wache in Berlin wird am Volkstrauertag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Am 18. November 2018 nimmt der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Voßkuhle, an der Kranzniederlegung und der sich anschließenden zentralen Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag im Plenarsaal des Deutschen Bundestages teil.
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9. November 2018 | Erfolgloser Eilantrag auf Untersagung von Äußerungen des Bundesinnenministers (Fri, 09 Nov 2018)
Mit heute veröffentlichtem Beschluss hat der Zweite Senat einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung der Partei Alternative für Deutschland (AfD) und der AfD-Bundestagsfraktion abgelehnt. Der Antrag war darauf gerichtet, dem Bundesinnenminister bis auf Weiteres zu verbieten, in seiner Eigenschaft als Minister bestimmte in einem Interview enthaltene Äußerungen zu tätigen und dieses Interview von der Homepage des Ministeriums zu entfernen. In dem Interview hatte der Bundesinnenminister erklärt, die Antragstellerinnen oder ihre Mitglieder stellten sich gegen den Staat und verhielten sich staatszersetzend. Zur Begründung hat der Senat insbesondere angeführt, dass kein Rechtsschutzbedürfnis besteht, weil die getätigten Aussagen bereits von der Internetseite des Ministeriums entfernt wurden und auch keine Anhaltspunkte für die Absicht einer Wiederholung der getätigten Aussagen von den Antragstellerinnen dargelegt wurden.
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26. Oktober 2018 | Erfolgreiche Verfassungsbeschwerden wegen Verletzung der prozessualen Waffengleichheit in Pressesachen (Fri, 26 Oct 2018)
Aus dem grundrechtsgleichen Recht auf prozessuale Waffengleichheit folgt, dass ein Gericht im Presse- und Äußerungsrecht grundsätzlich vor einer stattgebenden Entscheidung über den Antrag einer Partei der Gegenseite Recht auf Gehör gewähren muss. Auch wenn Pressesachen häufig eilig sind, folgt hieraus kein schutzwürdiges Interesse daran, dass die Geltendmachung eines Unterlassungsanspruchs oder eines Gegendarstellungsrechts dem Antragsgegner verborgen bleibt. Regelmäßig besteht kein Grund, von seiner Anhörung vor dem Erlass einer einstweiligen Verfügung abzusehen. Mit dieser Begründung hat die 3. Kammer des Ersten Senats mit heute veröffentlichten Beschlüssen zwei Verfassungsbeschwerden wegen Verstoßes gegen Artikel 3 Abs. 1 in Verbindung mit Artikel 20 Abs. 3 GG stattgegeben und dabei klargestellt, dass es verfassungsrechtlich geboten ist, den Antragsgegner vor Erlass einer gerichtlichen Entscheidung in den gleichen Kenntnisstand zu versetzen wie den Antragsteller. Insbesondere dürfen richterliche Hinweise nicht einseitig ergehen und müssen daher auch der Gegenseite unverzüglich gegeben werden.
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25. Oktober 2018 | Bundesregierung zu Gast beim Bundesverfassungsgericht (Thu, 25 Oct 2018)
Am 24. Oktober 2018 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen mit weiteren Mitgliedern der Bundesregierung das Bundesverfassungsgericht auf Einladung seines Präsidenten Andreas Voßkuhle besucht. Der Besuch setzt die bereits seit Jahren zwischen beiden Verfassungsorganen gepflegte Tradition von Treffen fort, die dem Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen den Institutionen dienen. Gegenstand der diesjährigen Gespräche waren die Themen "Die weitere Entwicklung Europas" sowie "Digitalisierung – Chancen und Herausforderung für Staat, Recht und Gesellschaft“. Hintere Reihe: BVR´in Prof. Dr. Gabriele Britz, BVR Dr. Josef Christ, BVR Prof. Dr. Henning Radtke, Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner, BVR´in Prof. Dr. Doris König, BVR´in Prof. Dr. Christine Langenfeld, Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Kanzleramtes Dr. Helge Braun, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Katarina Barley, BVR Prof. Dr. Andreas Paulus, BVR´in Dr. Yvonne Ott, BVR´in Monika Hermanns, BVR´in Dr. Sibylle Kessal-Wulf, BVR Dr. Ulrich Maidowski, BVR´in Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M., Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Giffey, Staatsminister Dr. Hendrik Hoppenstedt, BVR Peter Müller Vordere Reihe: Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier, BVR Prof. Dr. Johannes Masing, Bundesminister der Finanzen Olaf Scholz, Präsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Voßkuhle, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof, Bundesminister des Inneren, für Bau und Heimat Horst Seehofer, BVR Prof. Dr. Peter Huber
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23. Oktober 2018 | „Sechser-Treffen“ der deutschsprachigen Verfassungsgerichte, des EuGH und des EGMR beim Bundesverfassungsgericht (Tue, 23 Oct 2018)
Am 21. und 22. Oktober 2018 fand das sogenannte „Sechser-Treffen“ der deutschsprachigen Verfassungsgerichte aus Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland sowie des Gerichtshofs der Europäischen Union und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Karlsruhe am Bundesverfassungsgericht statt. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Voßkuhle und der Vizepräsident Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof empfingen als Gäste unter anderem die Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs Österreich Dr. Brigitte Bierlein, den Präsidenten des Schweizerischen Bundesgerichts Dr. Ulrich Meyer, den Präsidenten des Staatsgerichtshofs Liechtenstein Dr. Hilmar Hoch, den Präsidenten des Gerichtshofs der Europäischen Union Prof. Dr. Koen Lenarts sowie die Vizepräsidentin des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Prof. Dr. Dr. h. c. Angelika Nußberger. Im Rahmen der Fachgespräche tauschten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Gerichte über die Sicherung der Unabhängigkeit der Justiz sowie über neue Gefährdungen der Demokratie und des Rechtsstaats durch private Akteure aus. Das Treffen findet alle zwei Jahre statt und wird wechselseitig ausgerichtet. Vierte Reihe: Dr. iur. Hans Georg Seiler (Schweizerisches Bundesgericht), Dr. Tobias Wille (Staatsgerichtshof Liechtenstein), BVR Prof. Dr. Johannes Masing, BVR Dr. Ulrich Maidowski, Prof. Dr. Bernhard Ehrenzeller (Staatsgerichtshof Liechtenstein), Carlo Ranzoni (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte), Vizepräsident des Staatsgerichtshofs Liechtenstein lic. iur. Christian Ritter, BVR Prof. Dr. Peter Huber, Kammerpräsident Prof. Dr. Thomas von Danwitz (Gerichtshof der Europäischen Union), BVR Peter Müller, Prof. Dr. Michael Holoubek (Verfassungsgerichtshof Österreich), BVR Prof. Dr. Henning Radtke, Prof. Dr. Georg Lienbacher (Verfassungsgerichtshof Österreich) Dritte Reihe: BVR Prof. Dr. Andreas Paulus, Dr. Georges Ravarani (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte), Generalsekretär Dr. iur. Paul Tschümperlin (Schweizerisches Bundesgericht), BVR Dr. Josef Christ, Kammerpräsident Egils Levits (Gerichtshof der Europäischen Union), BVRin Prof. Dr. Susanne Baer, LL.M., Dr. iur. Alexia Heine (Schweizerisches Bundesgericht), BVRin Prof. Dr. Christine Langenfeld, Direktor des Bundesverfassungsgerichts Peter Weigl Zweite Reihe: Generalanwältin Prof. Dr. Juliane Kokott, LL.M. (Gerichtshof der Europäischen Union), BVRin Dr. Yvonne Ott, Generalanwalt Prof. Dr. Michal Bobek (Gerichtshof der Europäischen Union), Tim Eicke (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte), Dr. iur. Andreas Zünd (Schweizerisches Bundesgericht), Prof. Dr. Camelia Toader (Gerichtshof der Europäischen Union), Prof. Dr. Helen Keller, LL.M. (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte), Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Grabenwarter (Verfassungsgerichtshof Österreich), BVRin Prof. Dr. Gabriele Britz, Dr. Reinhild Huppmann (Verfassungsgerichtshof Österreich) Erste Reihe: Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Ferdinand Kirchhof, Präsident des Gerichtshofs der Europäischen Union Prof. Dr. Koen Lenaerts, Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs Österreichs Dr. Brigitte Bierlein, Vizepräsidentin des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte Prof. Dr. Dr. h.c. Angelika Nußberger M.A., Präsident des Staatsgerichtshofs Liechtenstein Dr. Hilmar Hoch, Präsident des Schweizerischen Bundesgerichts Dr. iur. Ulrich Meyer, Präsident des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Dr. h. c. Andreas Voßkuhle, BVRin Prof. Dr. Doris König
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